«Lassen Sie mein Leben nicht verloren gehen!»

«Lassen Sie mein Leben nicht verloren gehen!»

Begnadigungsgesuche an General Wille im Ersten Weltkrieg


Lea Moliterni Eberle
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Ulrich Wille war während des Ersten Weltkriegs nicht nur ein strenger General, sondern auch Gnadenherr der Militärjustiz. Über die ganze Kriegsdauer hinweg legten über 3500 im Militärdienst Verurteilte dem General ihr Leben und die Deliktumstände dar und baten um Gnade und Freilassung. Ihre Gesuche zeigen, wie es um die einfache Bevölkerung in den Jahren 1914 bis 1918 stand: Ehefrauen, die um Entlassung ihrer Ehemänner baten, damit sie wieder den Hof bestellen konnten; Wehrmänner, die ihre Ehre wiederherstellen möchten. Das Buch zeigt aber auch ein ganz anderes Bild von Ulrich Wille: das eines hochemotionalen Menschen, der Mitgefühl für die Sorgen und Nöte seiner Soldaten hatte.

Details

Abbildungen: 49
Seitenanzahl: 488
Format 15.5 x 22.3 cm
Buch, Gebunden
ISBN: 978-3-03810-442-1
Erscheinungsdatum 25.10.2019

«Die Autorin und Historikerin hat mehrere tausend Dokumente und Gnadenbriefe im Bundesarchiv gesichtet und für ihr Buch Fallgeschichten von 38 Verurteilten ausgewählt, mit denen sie unbekannte Einblicke in das Leben und Schicksal ‹kleiner Leute› gibt.» Linth-Zeitung, 18.2.2020

«Lea Moliterni Eberle untersuchte 38 Fälle mir 120 Briefen exemplarisch, um herauszufinden, nach welchen Kriterien Gnade gewährt wurde. Dabei stellte sich heraus, dass der General durchaus eigensinnig gegen den Rat seiner Vorbereiter entscheiden konnte.» Koni Loepfe, P.S. Zeitung, 31.1.2020

«Eine besonders malerische und gleichwohl scharfsinnige Untersuchung. [...] Sehr bildhaft und zeitweise erschütternd zeigen sich in den Quellen Problemlagen und Zustände der schweizerischen ‹Kriegsgesellschaft› sowie des damaligen Schweizer Militärs. Besonders eindrücklich aber ist die Auseinandersetzung Moliternis mit der Begnadigungspraxis General Willes. [...] Moliterni [rundet] die neueste Staffel hiesiger Geschichtsforschung zur Schweiz im Ersten Weltkrieg magistral ab.» Dr. Michael M. Olsansky, SVMM, Februar 2020

«Die vorliegende Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zu bisher wenig erforschten Aspekten der Schweizer Geschichte und gewährt uns heutigen Leserinnen und Lesern einen berührenden Einblick in das Denken und Fühlen der damaligen Wehrmänner und ihrer Angehörigen.» Dagmar Schifferli, seniorweb.ch, 28.1.2020

«Das Buch zeigt […] ein ganz anderes Bild von Ulrich Wille: das eines hochemotionalen Menschen, der Mitgefühl für die Sorgen und Nöte seiner Soldaten hatte.» buchland.ch, 23.1.2020

«Die Lektüre vermittelt Zeit- und Sittengeschichte und offenbart die menschliche Seite von General Wille.» Elisabeth Bardill, 20.1.2020

«Lea Moliterni Eberle hat […] 39 Fälle ausgewählt und diese mit akribischer Sorgfalt analysiert. [...] Die Studie leistet einen wertvollen Beitrag zur ‹Militärgeschichte von unten› des Ersten Weltkriegs.» Hans Rudolf Fuhrer, Meilener Anzeiger, 12.12.2019

«Lea Moliterni Eberle [...] gibt einen seltenen Einblick in den Alltag und die Nöte der ‹kleinen Leute›.» Lea Haller, NZZ Geschichte, Nr. 25, Dezember 2019

«Sie [die Autorin] schafft es, die beinahe 500 Seiten auch für die Leserschaft ausserhalb einer spezialisierten Disziplin lesbar, anschaulich und interessant zu schreiben.» Othmar F. Arnold, OFRADIX, 28.10.2019

Bevorstehende Veranstaltungen

LESUNG

Samstag, 14. März 2020, 14:00–16:00 Uhr
Büchercafé in der Schul- und Gemeindebibliothek Safiental, Talstrasse 6, 7107 Safien Platz

Eintritt frei (Kollekten willkommen), keine Anmeldung nötig

«Lassen Sie mein Leben nicht verloren gehen!»

Die Autorin Lea Moliterni Eberle hält eine Lesung aus ihrem Buch «Lassen Sie mein Leben nicht verloren gehen!» und liefert neue Erkenntnisse zu Ulrich Wille, dem General und Oberbefehlshaber der Schweizer Armee während des Ersten Weltkriegs. In seiner Funktion als Gnadenherr der Militärjustiz zeigt sie ihn als hochemotionalen Menschen, der Mitgefühl für die Sorgen und Nöte seiner Soldaten hatte.

Autor/in

Lea Moliterni Eberle (*1973) studierte Germanistik und Geschichte. Nach dem Studium arbeitete sie als Programmleiterin in einer NGO sowie als freie Historikerin. Seit 2013 verantwortet sie beim Schweizerischen Roten Kreuz in Zürich das Grossgönner-, Stiftungs- und Legatswesen sowie das historische Archiv.

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